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Partnerstädte

Toucy

44 Jahre Städtepartnerschaft Kusel - Toucy

Den Bericht können Sie auch hier als PDF-Datei herunterladen.

Das Geschenk: Die Büste des Pierre Larousse

Buerger_innenMehr als 50 Bürgerinnen und Bürger aus Kusel, darunter eine starke Gruppe Jugendlicher, waren dabei, als in Toucy der 200. Geburtstag von Pierre Larousse, dem bekanntesten Sohn der Partnerstadt in Burgund, mit einer offiziellen Feier gewürdigt wurde. Am frühen Abend des 21. Oktober 2017 versammelten sich die Bürgerinnen und Bürger von Toucy und die Gruppe aus Kusel am neu geschaffenen „Espace Pierre Larousse“ auf der Anhöhe über der Stadt im „Parc de la Glaudonnerie“. Im Foyer war die von Stefan Engel geschaffene und von der Stadt Kusel gestiftete Büste des berühmten Enziklopädisten aufgestellt worden und wird hier die Besucher zukünftig begrüßen. Nach einer ersten Besichtigung des fachmännisch renovierten, geschmackvoll und funktionsgerecht eingerichteten Bibliotheksgebäudes fanden die Gäste den Weg in den langgestreckten Pavillon mit dem dort aufgebauten Büffet, um von hier aus den Reden des Bürgermeisters Michel Kotovtchikhine von Toucy, der Bürgermeisterin Ulrike Nagel von Kusel und Vertretern des Departementrates und des Regionalrates zu folgen. Der Bürgermeister von Toucy konnte unter den Zuhörern auch Nachkommen des berühmten Pädagogen, Wissenschaftlers und Universalgelehrten begrüßen. „Heute ist ein ganz besonderer Tag für Ihre Stadt. Wir sind froh und stolz, hier gemeinsam mit Ihnen den 200. Geburtstag von Pierre Larousse zu feiern“, rief Bürgermeisterin Ulrike Nagel den Toucyanern zu und fuhr fort: „Die Büste des großen Wissenschaftlers soll unsere Wertschätzung für den berühmten Sohn der Stadt zum Ausdruck bringen und gleichzeitig ein Zeichen für Frieden und Freiheit setzen“. Ulrike Nagel erläuterte auch den historischen Hintergrund, der zu diesem Geschenk anregte: im Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1942, wurde von deutschen Soldaten die Bronzebüste auf dem zentralen Denkmal in der Stadt entfernt und schließlich eingeschmolzen, um den Rohstoff zur Herstellung von Kriegswaffen zu verwenden. „Symbolisch möchten wir mit unserem Geschenk ein Unrecht wiedergutmachen“, betonte Ulrike Nagel und kündigte an, dass in Kusel eine zweite Büste, aus dem gleichen Material gebrannt, an der ehemaligen Landschreiberei aufgestellt werden wird, um am Sitzungsort des Stadtrates die Verbundenheit mit Toucy zu dokumentieren.  Finanzielle Unterstützung erfuhr die Stadt Kusel vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Städtebauförderung und vom Landkreis Kusel als Förderung der partnerschaftlichen Beziehungen in Europa. Für eine private Spende dankte die Bürgermeisterin dem gerade aus dem Amt geschiedenen Landrat Dr. Winfried Hirschberger, der an der Feierstunde ebenso teilnahm wie der gerade ins Amt gekommene Landrat Otto Rubly.

 Stefan Engel mit Bürgermeisterin Ulrike Nagel und der Kuseline

Stefan Engel, der in Kusel aufgewachsene und in Schweisweiler im Donnersbergkreis lebende, vielfach ausgezeichnete Künstler, stellte sein Werk vor und dankte dafür, dass er sein Lieblingsmaterial TonBueste habe einsetzen können, um eine moderne Interpretation der Person Larousse zu gestalten, die mehr Farbmöglichkeiten biete als eine Bronze. „Larousse soll jung und agil, durchaus stolz aber doch auch auf ungewöhnliche Weise modern wirken“, erläuterte Engel und ergänzte, dass Larousse sein Lexikon systematisiert und bebildert habe, um es gut verständlich zu machen eine zukunftsweisende Idee, die er mit den quer liegenden Blöcken in der Büste aufnehmen wollte. Der freudige Beifall des Publikums ließ erkennen, dass die Büste aus farbiger Keramik eine gute Akzeptanz und dankbare Anerkennung erfahren hatte. 

 

Pierre Larousse
Pierre Athanase Larousse wurde am 18. Oktober 1817 in Toucy geboren und besuchte auch die dortigen Schulen, bis er als 17jähriger ein Stipendium erhielt und die Lehrerbildungsanstalt in Versailles besuchen konnte. 1838 kehrte er als Lehrer nach Toucy zurück, kam aber nicht mit den herrschenden Methoden zurecht, die er im Französischunterricht verwenden sollte, und kündigte. In Paris studierte er weiter und erprobte eigene Methoden, veröffentlichte pädagogische Schriften, Übungshefte zur Rechtschreibung und zur Stillehre sowie erste lexikalische Werke. Zusammen mit Augustin Boyer gründete er 1852 den eigenen Verlag, in dem auch vier Jahre später das neue Wörterbuch der französischen Sprache erschien, der „Petit Larousse“.   1866 beschloss Larousse, ein Universallexikon für das 19. Jahrhundert herauszubringen. Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit konnte konnte er das gigantische Werk, das schließlich 15 Bände und zwei Ergänzungsbände umfasste, nicht vollenden - nach seinem Tod am 3. Januar 1875 schloss sein Neffe Jules Hollier Larousse das Werk ab, das den Grundstein legte für den Erfolg des Verlagshauses Larousse.

Große Delegation aus Kusel im 44. Jahr der Städtepartnerschaft zum 200. Geburtstag von Pierre Larousse in Toucy zu Gast

Es war eine dem speziellen Anlass angemessene, besonders große Gruppe, die sich zum diesjährigen Partnerschaftstreffen vom 20. bis 22.Oktober nach Toucy aufmachte: etwa 50 Personen im Bus und weitere 10 mit dem eigenen Pkw trafen am Abend ein zur Begrüßung und zum Empfang in der Stadthalle, wo sie von den französischen Gastgebern erwartet wurden, voran Stadtbürgermeisterin Ulrike Nagel und Kuseline Anna Maria Woll. Der Präsident der Jumélage, Bernard Coulon, sowie Bürgermeister Michel Kotovchikhine hießen die Kuseler Delegation herzlich willkommen und zeigten sich darüber erfreut, dass auch viele Kinder und Jugendliche unter den angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren. „Das berechtigt zu der Hoffnung, dass diese Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaft auch in Zukunft eine Chance haben, fortgesetzt zu werden, war ihre einhellige Meinung. Ein wichtiges Ziel sei es auch, den Schüleraustausch wieder zu beleben - der mitgereiste stellvertretende Leiter des Siebenpfeiffer-Gymnasiums, Marco Schneider, sowie der Elternsprecher Achim Seyler werden sich dafür einsetzen, dass im nächsten Schuljahr wieder gegenseitige Besuche von Schülerinnen und Schülern möglich sein werden. Auch die Kuseler Bürgermeisterin Ulrike Nagel dankte für den herzlichen Empfang und lobte die erkennbare Mühe, die sich die Toucyaner mit der Vorbereitung des Abends gegeben hatten - eine große Vielfalt mitgebrachter Speisen, Snacks und Süßspeisen füllten die dekorierten Tische und luden ein zum genüsslichen Verzehr. Zeit für individuelle Aktivitäten mit den Gastgeberfamilien, für einen Besuch auf dem großen, die Innenstadt ausfüllenden Markt oder einen Streifzug über den Kastanienmarkt im benachbarten Diges gab es am Vormittag des Samstags, bevor ein wissenschaftliches Symposium zu Pierre Larousse begann. Auch die Besichtigung eines Oldtimer-Museums in der ehemaligen Fahrradfabrik Bernasse war für viele ein verlockendes Angebot. Alain Thuret, ein Pariser Geschäftsmann und seit einigen Jahren Eigentümer des Fabrikgeländes, hat sich und den Mitgliedern des von ihm geleiteten Clubs „L’Amicale Citroen & DS France“ damit einen Traum erfüllt und kann hier eine Sammlung alter und uralter Citroens präsentieren, die fast alle fahrbereit sind oder gerade in der dafür eingerichteten Werkstatt restauriert werden. Der Abend  des zweiten Besuchstages stand ganz im Zeichen der Einweihung des Zentrums für Pierre Larousse im Erdgeschoss des renovierten Bibliotheksgebäudes und schloss mit einem gemeinsamen Abendessen in einer außerhalb von Toucy gelegenen Gastronomie, wo man sich sehr darauf versteht, eine so große Zahl von Gästen im großen, sehr ansprechend dekorierten Saal des Landgasthauses lecker zu bewirten. Am Sonntagmorgen stand dem 200. Geburtstagsfest Pierre Larousse’s entsprechend eine spezielle Stadtführung auf dem Programm: Toucy auf den Spuren Pierre Larousses. Die Vorsitzende der Pierre-Larousse-Gesellschaft Micheline Guilpain-Giraud nahm sich persönlich die Zeit, die Gäste hierzu zu informieren. Bevor sonntags die Rückfahrt nach Kusel angetreten wurde, versammelten sich noch einmal alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Gastgeberfamilien im Saal der ehemaligen Großen Scheune zum gemeinsamen Essen. Isolde Renner nutzte die Gelegenheit, um für den Verein Freunde Toucy’s die Bedeutung der Städtepartnerschaft zwischen Toucy und Kusel zu würdigen und für die Begegnung im 44. Jahr ihres Bestehens zu danken. Großen Eindruck beim Comité de Jumelage machte sie mit der Enthüllung eines Gedenksteines, aus Sandstein gehauen, mit den fein herausgearbeiteten Wappen der beiden Partnerstädte. Mit Blick auf die anstehende Renovierung der Stadtbibliothek im kommenden Jahr überreichte sie als Geschenk außerdem eine ganze Kiste voller Bücher auf Deutsch, zu einem beachtlichen Teil aus Spenden der Autoren aus dem Kreis der hiesigen Fotografen, Künstler und Heimatforscher. Nach Einnahme des obligatorischen Kaffees und weiteren Worten des Dankes und der Anerkennung für die harmonische Begegnung und gute Organisation des Aufenthaltes mit seinen vielfältigen Angeboten kündigte Bernard Coulon zur Freude und Überraschung der Kuseler die Überreichung eines LarousseDiktionärs Französisch-Deutsch/ Deutsch-Französich an jede Kuseler Familie an, die an diesem Treffen teilgenommen hat. Die am Nachmittag abreisende Delegation nahm dieses Geschenk gerne an und erkennt es als eine Verpflichtung, weiter im Geiste der Partnerschaft und der Freundschaft aktiv zu sein.

 


43 Jahre Städtepartnerschaft Kusel - Toucy

Besuch aus der Partnerstadt Toucy

43 Jahre Partnerschaft 43 Jahre Partnerschaft

Im 43. Jahr der Städtepartnerschaft konnte die Stadt Kusel erneut eine erfreulich große Delegation aus Toucy willkommen heißen. Der Präsident der Jumélage, Bernard Coulon, und Bürgermeister Michel Kotovchikhine sowie die Beigeordnete Chantal Raverdeau und Stadträtin Michèle Pasquet waren gemeinsam mit 40 weiteren Franzosen und Französinnen aus der Partnerstadt angereist, um das Wochenende vom 23. bis 25. September ganz im Zeichen deutsch-französischer Freundschaft zu verbringen.

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Mehr Informationen zu Toucy finden Sie unter

www.ville-toucy.fr



Zalaegerszeg

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www.zalaegerszeg.hu